Home Workshops / Konferenzen Videos Forschung Dienstleistungen Team
Impressum / Kontakt
deutschsprachige Version 
Besucher seit 27.02.2014:
ganze Website: 388761
aktuelle Seite: 901
Causal Effects EAM Fachgruppe Methoden und Evaluation (DGPs)

Studium: Abschlussarbeiten: Bachelorarbeit

Bachelorpropädeutikum

Informationen über die Gestaltung des Bachelorpropädeutikums am Lehrstuhl für Methodenlehre und Evaluationsforschung finden Sie in diesem Dokument: Propädeutikum zur Bachelorarbeit


Bachelorarbeitsthemen

Die folgenden Bachelorarbeitsthemen werden vom Lehrstuhl für Methodenlehre und Evaluationsforschung momentan angeboten (weitere oder eigene Themen auf Anfrage):

ThemaBeschreibungInteresse? Melden Sie sich bei:Weitere Betreuer
Hypothesen in Varianzanalysen - Was ist hier eigentlich die Frage?Varianzanalysen (ANOVA) werden häufig eingesetzt, um Mittelwertsunterschiede zwischen verschiedenen Gruppen hinsichtlich ihrer Signifikanz zu testen und Aussagen zu Haupt- bzw. Interaktionseffekten treffen zu können. Dabei finden sich vier verschiedene Methoden, um diese Prüfung durchzuführen (Typ I - IV). Je nach ausgewählter Methode, werden Interaktionen verschiedener Faktoren berücksichtigt oder nicht. Außerdem unterscheidet sich die Reihenfolge der getesteten Effekte. Die richtige Auswahl spielt insbesondere in nonorthogonalen Forschungsdesigns eine Rolle, in denen es z.B. keine randomisierte Gruppenzuweisung gab und einzelnen Zellen ungleich stark besetzt sind. Häufig sind den Anwendern der Varianzanalyse diese zum Teil gravierenden Unterschiede in den Methoden gar nicht bewusst und sie folgen in ihren Analysen den jeweiligen (unterschiedlichen) Voreinstellungen der gängigen Statistikprogramme. In einer Bachelorarbeit soll die Anwendungspraxis der ANOVA anhand von bereits veröffentlichten Arbeiten eines psychologischen Forschungsfeldes Ihrer Wahl genauer betrachtet werden. Dabei soll gegenübergestellt werden, welche Hypothesen die Autoren eigentlich überprüfen wollten und welche Hypothesen tatsächlich überprüft wurden.Linda GräfeProf. Rolf Steyer
Welche Bedingungen führen zu einem erfolgreichen Nutzungsprozess von Vergleichsarbeiten? (theoretische Arbeit auf Literaturbasis)In ganz Deutschland werden jährlich landesweite Vergleichsarbeiten durchgeführt. Mit diesen soll den teilnehmenden Lehrern ein Instrument zur Verfügung gestellt werden, dass Ihnen Rückmeldungen liefert über den Leistungsstand ihrer Schüler und die Stärken und Schwächen des eigenen Unterrichts. Die Ergebnisse sollen Prozesse der Unterrichts- und Schulentwicklung anstoßen. Ziel der Bachelorarbeit soll es sein, einen Überblick über empirische Arbeiten zur Wahrnehmung und Nutzung von Vergleichsarbeiten durch Lehrkräfte zu erarbeiten.Isabell StorbeckDr. Christof Nachtigall
Lehrveranstaltungsevaluation (LVE): Unterschiede von papierbasierter vs. online durchgeführter ErhebungAn der FSU Jena werden pro Semester etwa 800 Lehrveranstaltungen mit ca. 15.000 Fragebögen evaluiert. Über die letzten 15 Jahre hat sich ein umfangreicher Datensatz angesammelt. Neben den Einschätzungen der Studierenden liegen auch die Selbsteinschätzungen der Dozenten vor. Zusätzlich sind einige potenzielle Kovariaten der Studierenden (Geschlecht, Fachsemester, Studieraufwand) und der Dozenten (Geschlecht, Alter, Fach/Institut, akademischer Grad, Lehrerfahrung, Veranstaltungsform (Vorlesung, Seminar, Übung), Kursgröße) vorhanden.

Bei der Lehrveranstaltungsevaluation handelt es sich um ein komplexes Multilevel-Design, das einige Besonderheiten in der Datenstruktur mit sich bringt:
(a) Bei der LVE handelt es sich um eine Fremdeinschätzung von mehreren Studenten zu einer Lehrveranstaltung (multiple rater).
(b) Studenten geben eine Einschätzung zu einer Lehrveranstaltung ab und sind gleichzeitig in einer höheren Einheit (einem sogenannten Cluster), nämlich einer Lehrveranstaltung, geschachtelt (multilevel setting).
(c) Dozenten und Studenten tragen mehrfach zum Datensatz bei: Studenten geben zu mehreren Lehrveranstaltungen eine Einschätzung ab. Ebenso lassen Dozenten mehrerer Lehrveranstaltungen evaluieren (cross-classified multiple membership). Damit wird die Annahme der Unabhängigkeit von Beobachtungen (iid-Annahme, independent and identically distributed) verletzt.
(d) Die studentischen Einschätzungen mit dem Instrument PELVE erfolgen auf fünfstufigen Ratingskalen. Die Verteilung der Variablen ist schief und daher kann nicht von normalverteilten, intervallskalierten Variablen ausgegangen werden.

Bei der Auswahl der Analyseverfahren sind diese Besonderheiten zu berücksichtigen. Die Datenaufbereitung und -analyse soll in R (insbesondere mit dem Paket lavaan) erfolgen.

Neben dem Vergleich des Erhebungsformats (online vs. Papier) sind weitere Fragestellungen möglich:
* Wie unterscheidet sich die Einschätzung der Studierenden von der Dozenten-Selbsteinschätzung?
* Sind Veranstaltungen mit mehreren Dozenten (Co-Teaching) besser als Veranstaltungen mit einem Dozenten?
* Latente Klassenanalyse zur Klassifizierung der Studierenden: Gibt es latente Klassen der Zufriedenheit?
* Wie entwickeln sich Dozenten über die Zeit?
* Wie verändert sich das Evaluationsverhalten bei demselben Studenten über die Zeit?
* Einfluss von Kovariaten (Geschlecht Student, Geschlecht Dozent, Alter des Dozenten, Fachsemester, Studiengang, Kursgröße, Veranstaltungsform etc.) auf die Evaluationsergebnisse

Eigene Fragestellungen sind herzlich willkommen.
Anja VetterleinJan Plötner


Die folgenden Bachelorarbeitsthemen sind momentan in Bearbeitung:

Diplomand/AutorThemaBeschreibungBetreuerWeitere Betreuer
Welchen Einfluss hat das Sitzenbleiben auf die Leistungsentwicklung von Schülern?Nutzt es den Schülern, eine Klasse zu wiederholen? Der Thüringer Schülerlängsschnitt ermöglicht, die Ergebnisse eines Schülers bei Leistungstests wie den Thüringer Kompetenztests in verschiedenen Klassenstufen einander zuzuordnen. Daher können für ‚Wiederholer’ die Ergebnisse bei den Kompetenztests sowie auch deren Noten in zwei aufeinanderfolgenden Jahren verglichen werden. Auf diese Weise kann in der Bachelorarbeit der Effekt des Sitzenbleibens abgeschätzt werden.Christof NachtigallIsabell Storbeck